La Palma - La Isla Bonita

Von der reichen Vegetation bis zu den reizvollen Plätzen dies- und jenseits der Strände: Es gibt wahrlich viele gute Gründe, weswegen La Palma "Isla Bonita", die schöne Insel, genannt wird.

Bizarre Bergmassive, tiefe Schluchten, steile Felsenküsten, dunkle Lavastrände, romantische Buchten und duftende Lorbeer- und Kiefernwälder: La Palma bietet natur pur wie kaum eine andere Insel der Kanaren. Der Massentourismus ist am bis heute weitgehend unberührten Eiland vorbeigegangen. Erholungssuchende und Naturliebhaber finden hier ein ideales Terrain, um bei Wanderungen Flora und Fauna zu entdecken oder bei Exkursionen mit dem Bike neue Kraft zu tanken.

Das ganzjährig milde Klima macht einen Urlaub zu jeder Jahreszeit attraktiv. Selbst im Winter beträgt die Wassertemperatur knapp 20 Grad, die Luft ist noch um einige Grade wärmer. Ein Leichtes also, sich auf dem schwarzen Strand zu entspannen oder die Ruhe und Gemütlichkeit in den ursprünglichen Dörfern zu genießen. Hoch hinaus geht es auf dem Roque de los Muchachos, mit 2.426 Metern höchster Berg der Insel. Auf dem Gipfel steht zu dem eine der modernsten Sternwarten der Welt.

Wenn es etwas schärfer sein darf: Kulinarisch setzen besonders die Mojo genannten scharfen Paprikasaucen Akzente. Eine würzige Mojo passt zu allen Gerichten. Die scharfe Sauce gibt es in rot, zumeist zu Fleisch und Kartoffeln, und grün, die hervorragend mit Fisch harmoniert. Hauptbestandteil ist roter oder grüner Paprika, hinzukommen Öl, Essig, Knoblauch, Salz und Kümmel. Die mutmaßlich beste Mojo kommt aus Tazacorte. Und wer daran zweifelt, sollte einer der Frauen dort fragen, die am Gürtel ihrer Tracht einen Bund getrockneter roter Paprikaschoten tragen.

Weinanbau hat auf La Palma eine lange Tradition. Seit mehr als 500 Jahren widmet man sich hier der Kultivierung des Rebensafts. Vom 16. Jahrhundert an eilte den Weinen der Insel ein ausgezeichneter Ruf voraus. Der berühmteste Tropfen ist der Malvasier, den es als trockenen Weißwein oder süßen Dessertwein gibt. Etwas weniger populär, gleichwohl aromatisch sind die in Kieferfässern der Insel reifenden Teaweine, die als Rosé und Rotwein auf den Tisch kommen.

Auch Hochprozentiges wird hier produziert. Aus Zuckerrohr wird Rum gewonnen sowie eine Vielzahl von Likören, wovon der "Licor de café" von Tazacorte fraglos der bekannteste ist. "Místela" heißt der Orangelikör aus Orangenschalen, Zitrone, Zucker und Zimt. Beliebt sind zudem Mispel- und Maulbeerlikör, "Licor de nísperos" und "Licor de moras".